Cup-Elektroden / Wiederverwendbare EKG-Elektroden 

Cup-Elektroden sind wiederverwendbare Elektroden, die in der klinischen Praxis und Forschung vor allem für die Ableitung von EEG- und EKG-Signalen eingesetzt werden. Sie bestehen aus kleinen, schalenförmigen Kontakten („Cups“), die über Kabel mit dem Messgerät verbunden werden. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einem Standardinstrument für Langzeit- und Routineuntersuchungen.
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Materialien

  • Silber/Silberchlorid (Ag/AgCl): Standardmaterial für hohe Signalqualität, geringe Polarisationsartefakte.
  • Gold: Biokompatibel, langlebig, höherpreisig.
  • Zinn (Sn): Preisgünstig, gute Leitfähigkeit, aber weniger langlebig.

Größen & Formen

  • Cup-Durchmesser: typischerweise 8–10 mm (Kontaktfläche).
  • Kabel: meist farbcodiert, und in diversen Längen erhältlich
  • Anschluss: Standard TP 1,5 mm

Anwendung & Ableitverfahren

  • Vor Gebrauch wird die Haut gereinigt Hautvorbereitungspaste Neurprep/Safeprep oder EVERI
  • Ein leitfähiges Medium wird eingesetzt: Leitpaste (z.B. AC Cream) oder Gel (z.B. Neurgel).
  • Die Cup-Elektrode wird mit einer kleinen Menge Paste auf die Kopfhaut oder die Körperstelle gesetzt und bei Bedarf mit Tape fixiert. Cup Elektroden können ebenfalls in Haubensysteme integriert werden.
  • Im EKG: Ableitung von Oberflächenpotentialen zur Überwachung der Herzaktivität.
  • Im EEG: Erfassung der Gehirnströme bei Routine- und Langzeitmessungen.

Technische Daten (typisch)

  • Material: Ag/AgCl, Gold, Zinn oder Edelstahl
  • Cup-Durchmesser: 8–10 mm
  • Kabel: in diversen Längen, PVC-isoliert, farbcodiert
  • Anschluss: 1,5 mm TP Stecker
  • Sterilisierbarkeit: je nach Material (Dampf, chemisch oder kaltsterilisiert)
  • Einsatz: mehrfach verwendbar, langlebig

Vorteile

  • Wiederverwendbar, kosteneffizient
  • Flexible Anwendung in EKG und EEG
  • Hohe Signalqualität (insbesondere Ag/AgCl)
  • Verschiedene Materialien für unterschiedliche klinische Anforderungen