Subdermalnadeln

„Subdermal-Nadel“ bedeutet zunächst einmal nur „unter die Haut“ – sub=unter, derma =die Haut, altgriechisch und wird demnach auch gerne als „Sub-cutan-Nadel“, (lateinisch) bezeichnet.

Da diese Nadelform häufig bei evozierten Potentialen benutzt wird, verlangen Kunden, wenn Sie Subdermalnadeln benötigen nach EP, oder auch EEG-Nadeln.

Filter

Diese Nadeln sind monopolar, nicht isoliert, und wegen der Einpolarität (mono), benötigen Sie einen „Gegenpol“ zur Messung – (zweite Nadel, Oberflächenelektrode) Um geeignete Messergebnisse zu erhalten, muss die Nadel komplett ins Gewebe eingebracht werden, (gesamte Oberfläche dient als Leitfläche) Als Leitflüssigkeit dient die umgebende Körperflüssigkeit.

Als Material wird hauptsächlich Stahl verwendet. Es gibt auch Platin Nadeln, die wegen des teuren Materials nur als wiederverwendbare Nadeln produziert werden. (Platin hat bessere Leitwerte, kommt bei spezielleren Messungen oder in der Langzeit in Frage. Es gibt Sie mit festverbundenen und extra zu steckenden Kabeln, bzw. kurzen Kabelansätzen, das mit einem Gerätekabel verbunden wird, als Einmalprodukt und wiederverwendbar, wobei aus hygienischen und Sicherheitsgründen grundsätzlich das Einmalprodukt zu bevorzugen ist.
Die Wiederaufbereitung von Nadelelektroden ist im Allgemeinen eher problematisch zu betrachten, da Gewebe und Blutreste nie ganz beseitigt werden, außerdem ebenfalls die Schärfe der Einstichfläche mit jeder Anwendung nachlässt.

Zu den Subdermalnadeln zählen auch die Hakennadeln und die Korkscrew-Nadeln, die durch ihre Bauweise einen sichereren Halt im Gewebe gewährleisten.
Hakennadeln verwendet man hauptsächlich, wenn der Halt besonders gewährleistet sein muss. Z.B. bei unruhigen Patienten.
Die Korkscrew-Nadeln z.B. während Operationen.

Einsatzgebiet

Subdermalnadeln werden zum Ableiten und auch zum Stimulieren verwendet.

Einsatz im intraoperativen Bereich (IOM) für EEGs, bei EPs insbesonders bei SEP bzw. SSEP – ist dasselbe, nur andere Bezeichnung – SEP Somtisch evozierte Potenziale oder SSEP Sensorischsomatisch... – somatisch bedeutet das „Empfinden, Spüren“.
Auch beim MEP – motorisches evoziertes Potenzial werden sie eingesetzt sowie im Nadel-EEG zur Totzeitbestimmung.

EEG – Elektroenzephalographie

Die Elektroenzephalografie ist eine Methode der medizinischen Diagnostik und der neurologischen Forschung zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Das Elektroenzephalogramm ist die grafische Darstellung dieser Schwankungen.

EP – Evozierte Potentiale

Evozierte Potentiale sind Potentialunterschiede im Elektroenzephalogramm, welche durch eine Reizung eines Sinnesorgans oder peripheren Nervs ausgelöst werden. Im weiteren Sinn können alle gezielt ausgelösten elektrischen Phänomene im EEG als evozierte Potentiale verstanden werden.

IOM – Intraoperatives Monitoring

Mit Hilfe des intraoperativen Neuromonitorings haben Chirurgen die fortlaufende Kontrolle über Nervenbahnen, die durch einen operativen Eingriff gefährdet sind. Makroskopisch nicht sicher sichtbare Nerven können mittels Neuromonitoring identifiziert werden.

NLG – Nervenleitgeschwindigkeit

Nervenleitgeschwindigkeiten, abgekürzt NLG, geben an, wie schnell elektrische Impulse entlang der Nervenfasern weitergeleitet werden. Dazu wird – wie in der Physik definiert – der Quotient aus der Ortsdifferenz und der Zeitdifferenz gebildet.

LTM – Langzeit Monitoring

Über längere Zeit (mindestens einige Stunden, aber auch bis zu mehreren Tagen) abgeleitetes Elektroenzephalogramm (EEG).

PSG – Polysomnographie

Die Polysomnographie erfolgt im Schlaflabor und erfasst zusätzlich neben den Signalen der Polygraphie das Hirnstrombild, Muskelspannung und Augenbewegungen sowie das Schlafverhalten des Patienten (Bewegungen, Unruhen) mittels Videoüberwachung.
Mit Hilfe der aufgezeichneten Kanäle wird das individuelle Schlafprofil des Patienten ermittelt, das Aufschluss über die Qualität des Schlafs und somit die Erholung des Körpers während des Schlafs gibt.

Anwendungshinweis

  • Nadeln nicht verwenden, wenn die Verpackung beschädigt ist;
  • Öffnen Sie die Verpackung und entnehmen Sie die Nadel;
  • Verbinden Sie die Nadel mit dem Nadelkabel;
  • Entfernen Sie die Nadelhülse;
  • Platzieren Sie die Nadel an der Ableitstelle. Niemals die ganze Nadellänge einstechen;
  • Sollte sich die Nadel beim Einstechen oder während der Ableitung verbiegen, so darf diese nicht gerade gebogen werden und es sollt eine neue Nadel verwendet werden;
  • Nach Gebrauch muss die Nadel ordnungsgemäß und den Vorschriften entsprechend entsorgt werden.

Artikelnummern

  • MN4013D10
    • MN: Monopolare (1 Pol) single needle
    • 4013: Durchmesser/Länge
    • D: Touchproof
    • 10: Kabellänge (100cm)